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Champions League Halbfinale

Champions League Halbfinale
Angers kurz vor der Sensation gestoppt

Gerard Sarazin hatte schon so eine Ahnung. Wenige Stunden vor dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League sagte der Präsident von Vaillante Sports Angers TT über die Chancen seines Teams gegen den großen Favoriten Orenburg, natürlich werde das schwierig, aber: „Wenn meine Spieler ihre Leistung abrufen, können wir heute ein großes Match erleben.”

Und genau das geschah. Die Wölfe von Angers, wie die Spieler des französischen Spitzenklubs genannt werden, bewiesen vor 1.700 restlos begeisterten Fans, weshalb sie sich in der Champions League durch Heimsiege gegen so starke Gegner wie Bogoria und Saarbrücken schon den Gruppensieg gesichert hatten. Alle vier Heimspiele hatte das Team in der Champions League dieses Jahr gewonnen, und es fehlte nicht viel, da wäre Angers auch noch gegen Orenburg die Sensation gelungen. Im Kampf zweier DONIC-Teams legten die Franzosen durch nie erwartete Erfolge von Jon Persson gegen Yan An sowie von Jens Lundquist gegen Dimitrij Ovtcharov mit 2:0 vor, und Joao Geraldo schien bei 1:2-Satzrückstand und 7:2-Führung im vierten Durchgang gegen Marcos Freitas auf gutem Wege, zumindest einen Entscheidungssatz zu erzwingen und womöglich gar das 3:0 für seine Mannschaft perfekt zu machen. „Da hab ich uns schon 0:3 wegschwimmen sehen”, bekannte DONIC-Star Dima Ovtcharov später offen, „und das wär schon mehr als ne Überraschung gewesen. Ich bin froh, dass wir am Ende 3:2 gewonnen haben, denn es hätte hier auch ganz anders ausgehen können.”

Orenburgs chinesischer Star Yan An beteuerte, man habe den Gegner keinesfalls unterschätzt. „Uns war bewusst, dass Angers eine starke Mannschaft ist und dass es ein schweres Spiel wird”, versicherte er und fügte ein wenig kleinlaut an: „Offen gesagt war ich in meinem ersten Spiel etwas nervös.”

Die Begegnung zweier DONIC-Teams – Angers wie auch Orenburg werden beide seit Jahren von dem deutschen Traditionsunternehmen ausgerüstet – bot den 1.700 Zuschauern bis zuletzt alles. Nachdem Freitas sein Einzel noch gedreht und die Gäste mit einem 3:1-Erfolg über Geraldo im Match gehalten hatte, behaupteten sich Yan An und Dima Ovtcharov gegen die Schweden Jens Lundquist und Jon Persson, doch einigermaßen deutlich fiel nur Ovtcharovs Sieg gegen Persson aus (11:6, 16:14, 11:4).

Sein Team habe Charakter bewiesen, erklärte der Sieger anschließend, doch nach einem solchen Spiel von einem harten Stück Arbeit zu sprechen, sei deutlich untertrieben. Auch Peter Becker, der das Match als Exportleiter von DONIC vor Ort verfolgte, attestierte dem Außenseiter: „Die Wölfe von Angers haben Orenburg in der Tat mit ihrem selbstbewussten und starken Auftreten überrascht. Die Sensation eines 3:0-Sieges war nicht unmöglich.”

Dimitri Ovtcharov jedenfalls ist hinreichend gewarnt, und er sieht sein Team trotz des 3:2-Auswärtssieges noch keineswegs am Ziel: „Am Ende ist es ein Mannschaftssport”, bilanzierte er nach dem Orenburger Erfolg, zu dem alle drei Akteure der Gäste je einen Punkt beigetragen hatten „und wir werden versuchen, im Rückspiel in Orenburg ins Finale zu kommen.”

Das große Showdown findet am 22. März statt, und die russischen Fans dürfen sich freuen. Wenn die beiden DONIC-Teams in Orenburg erneut aufeinander treffen, könnte es ein weiteres großes Spiel geben. Und wer weiß, ob sich die Wölfe in Russland nicht ganz wohl fühlen?

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