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TTBL-Vorschau Viele Anwärter für nur zwei Plätze

Start der TTBL Saison 2021/2022
Viele Anwärter für nur zwei Plätze.


Wenn am Wochenende die TTBL in die neue Saison startet, dürfen die Fans gespannt sein: auf eine Reihe neuer Stars, auf gleich 22 Aktive, die für ihr Land bei den Olympischen Spielen in Tokio waren, und auf einen Kampf um die Play-offs, der spannender werden könnte denn je. Meister Düsseldorf und Saarbrücken als schärfster Rivale des Titelverteidigers gelten zwar als sichere Play.off-Kandidaten, dahinter aber kämpft eine große Gruppe weiterer Mannschaften um die übrigen zwei Plätze – darunter auch drei DONIC-Teams: die TTF Ochsenhausen, Werder Bremen und der TTC Fulda-Maberzell.

In Ochsenhausen bricht eine neue Ära an, das Jahr 1 nach dem Weggang von Hugo Calderano. Mit Simon Gauzy, der letzte Saison die zweitbeste Bilanz aller TTBL-Akteure gespielt hat, verfügen die TTF immer noch über einen Weltklassespieler, aber jetzt eben nur noch über einen und nicht mehr zwei. Dahinter stehen mit Kanak Jha (21), Samuel Kulczycki (19), Maciej Kubik (18) sowie Neuzugang Can Akkuzu (24) gleich vier hoffnungsvolle junge Spieler bereit, die helfen wollen, die entstandene Lücke zu schließen. Akkuzu kommt vom französischen Erstligisten SPO Rouen, hat aber vor einigen Jahren auch schon mal beim deutschen Zweitligisten Passau überzeugt. TTF-Teammanager Manuel Pfender traut dem Neuen eine ausgeglichene Bilanz zu, betont aber auch: „Natürlich kann er nicht Hugo ersetzen. Aber das verlangen wir auch von keinem, auch nicht von Simon. Wir wollen versuchen, das im Kollektiv zu tragen.“ Allerdings gibt es derzeit noch eine offene Rechtsfrage um den Termin des Wechsels von Akkuzu, was dazu führen könnte, dass der Franzose für seinen neuen Verein erst zur Rückrunde spielberechtigt ist. So oder so gilt auch für TTF-Präsident Kristijan Pejinovic, „dass Hugo Calderano natürlich nicht eins zu eins zu ersetzen ist“. Die Play-off-Ränge will man in Ochsenhausen aber dennoch nicht aus den Augen verlieren. Manuel Pfender räumt ein, von den hochgesteckten Saisonzielen der letzten Jahre, als die TTF regelmäßig auch zur Gruppe der Titelanwärter gezählt wurden, sei man diesmal zwar ein gutes Stück entfernt, um einen Play-off-Platz wolle man aber durchaus kämpfen.
Düsseldorf und Saarbrücken, die Finalisten der letzten Jahre, sieht Pfender auch diesmal wieder als große Favoriten. Dahinter aber kommen in seinen Augen für die übrigen beiden Play-off-Plätze eine ganze Reihe von Teams in Frage. „Bremen, wir selber, Grünwettersbach, Bergneustadt, Fulda… Ich sehe da durchaus fünf, sechs Teams, die sich um zwei Plätze streiten werden.“

Das sieht man auch in Bremen so. Teammanager Sascha Greber erinnert sich daran, dass Werder die Play-offs in der letzten Saison nur denkbar knapp verpasst hat (um zwei Punkte). „Ich erwarte, dass es diese Saison ähnlich knapp wird.“ Das sieht auch Werder-Trainer Cristian Tamas so. Der Vorjahresdritte Ochsenhausen habe zwar Calderano verloren, „aber gerade die drei Mannschaften, die letztes Jahr nicht im Rennen waren – Grenzau, Fulda und Bad Homburg –, haben sich richtig verstärkt.“
Darauf hat man in Bremen bewusst verzichtet. Spitzenspieler Mattias Falck und Kirill Gerassimenko haben überzeugt, Hunor Szocs und Marcelo Aguirre allerdings keineswegs. Für Aguirre stand am Ende der Saison eine 2:12-Bilanz zu Buche, für Szocs gar ein 0:10, doch beim DONIC-Team Werder Bremen hält man auch zu seinen Leuten, wenn es mal eine schlechte Phase gibt. „Hunor und Marcello haben vor zwei Jahren fast ausgeglichene Bilanzen gespielt und im Doppel kein Spiel verloren“, erinnert Sascha Greber. Das hat der Teammanager nicht vergessen.
Was also geht in dieser Saison, worauf wird es ankommen?
„Wir möchten so lange wie möglich im Rennen um die Play-offs bleiben“, sagt Greber, und wichtig könne der Start werden. „Das ist ein sehr komprimierter Spielplan, wir haben am Anfang sechs Spiele in nur drei Wochen. Da wird die Frage sein, wie startest du, wie schnell kannst du Selbstvertrauen tanken?“

Das dürfte auch für Fulda wichtig sein. Das DONIC-Team landete im Vorjahr nur auf Rang 10, konnte sich aber mit Alexandre Cassin verstärken. Der 22-Jährige zählte in Tokio zum französischen Olympiateam, und er kommt mit der Empfehlung, in den letzten Monaten unter anderem Vladimir Samsonov, Chuang Chih-Yuan, Vladimir Sidorenko und Anton Källberg geschlagen zu haben. Hinter Quadri Aruna und Ruwen Filus ist Cassin normalerweise klar die Nummer drei in Fuldas Team – vor Meng Fanbo, dessen Vater als Trainer für die Aufstellung verantwortlich ist. „Wir werden dem Trainer nicht reinreden“, versichert Manager Stefan Frauenholz, „er hat nur die Vorgabe, dass er immer die beste Mannschaft stellen soll.“ Frauenholz zeigt auch schon auf, wie eine Lösung aussehen könnte, in der alle zum Zug kommen: Im Doppel wolle man mit einer Rechts-links-Kombination spielen, „da ist Meng Fanbo auf jeden Fall dabei sein, weil er der einzige Linkshänder ist.“
Ob diese Verstärkung genügt, Fulda in die Spitzengruppe zu führen? „Natürlich wollen wir besser abschneiden als im Vorjahr“, sagt Stefan Frauenholz, „nach den Play-offs kann man schielen. Von Platz 3 bis Platz 12 ist alles offen.“ Außer Düsseldorf und Saarbrücken könne sein Team gegen alle gewinnen. Allerdings, so räumt der Klubchef ein, „können wir auch gegen jeden verlieren.“

Für die Fans ist das eine ideale Ausgangsbasis: Die Liga verspricht spannender zu werden denn je. Und wer weiß, vielleicht schafft es am Ende eines der drei DONIC-Teams bis in die Play-offs.

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